Aus technischer Sicht ist der Wintergarten ein Anbau an ein Bauwerk oder ein freistehendes Gebäude. Das Dach und die Seitenwände bestehen überwiegend aus Glas. Der Wintergarten zählt als Wohnraumerweiterung und ist, je nach Bauart, sowohl im Sommer als auch im Winter voll nutzbar.
Aber für die Lebensqualität verbindet ein Wintergarten den Wunsch nach behaglichem Wohnen in direkter Nähe zur Natur und dem eigenen Garten.
Einzig durch Glas vom Garten getrennt, ist es hier möglich, sich in den eigenen vier Wänden aufzuhalten und gleichzeitig das Grün des Gartens zu genießen. Es gibt, wie bei jedem anderen Gebäude, auch bei Wintergärten ungezählte Varianten und Ausstattungsmerkmale. Der größte Unterschied besteht wohl in Planung und Kosten zwischen Kaltwintergarten und Warmwintergarten.
Während der Kaltwintergarten ungeheizt fast nur im Sommer nutzbar ist, bekommt der Bauherr diese Art des Wintergartens bei 20 m² bereits ab 6.000-8.000 Euro gebaut. Anders der Warmwintergarten, er ist ganzjährig nutzbar, entsprechend beheizt und gut isoliert und es wird vor dem Bau immer eine Baugenehmigung benötigt. Hier fangen die Baukosten für 20m² bei ca. 35.000 Euro an.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist es sogar möglich, eine KfW-Förderung zu bekommen. In Deutschland ist es sinnvoll, den Wintergarten in südlicher Ausrichtung zu bauen. Hier gilt es eine größtmögliche Sonnenlichtausbeute zu erhalten. Bei der Auswahl des Materials der Rahmen- bzw. Tragkonstruktion eines Wintergartens gilt das Gleiche wie für die Rahmen von Fenstern. Hier sind alle Varianten von Kunststoff über Holz und Aluminium denkbar, die Kombination aus Holzkern mit Aluminiumabdeckung ist eine technisch sehr gute Lösung, die aber auch einen entsprechend hohen Preis hat. Für welche Art sich ein Bauherr auch entscheidet, umsichtige Planung und gute Beratung sind wichtig um später viel Freude am Wintergarten zu haben