Die Wärmepumpe verzichtet, im Gegensatz zu herkömmlichen Heizsystemen, auf das Verfeuern fossiler Brennstoffe. Dies ist wohl der größte Unterschied der Heizsysteme. Die Funktionsweise einer Wärmepumpe ist ein recht einfaches und überdies erprobtes Prinzip.
Jeder kennt es aus der Kühltechnik, das seit den 50er Jahren zur Standardausstattung bei jedem Haushalt in der Küche gehört. Der Kühlschrank entzieht den Lebensmitteln Wärme, um die Haltbarkeit zu erhöhen und gibt die entzogene Wärme an die Umgebung ab.
Wäremgewinnung und Quellen
Die Wärmepumpe hingegen nutzt die umgekehrte Funktion. Die Wärmeenergie wird dabei durch Raum- oder Außenluft, durch Erdwärme oder aus dem Grundwasser gewonnen und als Heizenergie nutzbar gemacht. Leider kommt eine Wärmepumpe nicht gänzlich ohne herkömmliche Energie aus.
So benötigt sie für den Betrieb von Pumpen und Tauschern Strom, der in der Regel aus Kraftwerken stammt, die konventionell betrieben werden. Dies können Sie aber umgehen, indem sie die Wärmepumpe z.B. mit Photovoltaik kombinieren. Es gibt unterschiedliche Arten der Wärmegewinnung, Luft-Wasser-, Wasser-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen. Um bei der Auswahl der Betriebsart die richtige Entscheidung zu treffen, ist es sinnvoll, sich umfassend beraten zu lassen.
Anschaffungspreis
Ein Nachteil ist, dass mit einer Wärmepumpe etwa dreimal so hohe Anschaffungskosten entstehen, wie bei einer Gasheizung. Die höheren Kosten können aber schnell kompensiert werden, da gute staatliche Förderungen und extrem niedrige Betriebskosten gegen die Anschaffungskosten stehen. Zusätzlich sind die Wartungskosten ebenfalls äußerst gering.