Der Begriff Statik oder Baustatik wird für jeden, der sich mit dem Thema Hausbau oder Sicherheit bestehender Gebäude beschäftigt, schnell zum Thema.
Bei Bauvorhaben spielt immer die Frage der Sicherheit eine große Rolle. Aus diesem Grund müssen Architekten außer ihren Entwürfen und Plänen auch statische Berechnungen mit dem Bauantrag, bei den Bauaufsichtsbehörden, einreichen. Im Bauwesen unterscheidet man im Bereich der Statik noch einmal zwischen der Baustatik und dem Standsicherheitsnachweis. Die Lehre von der Zuverlässigkeit und Sicherheit von Tragwerken ist unter dem Begriff Statik bzw. Baustatik zu verstehen.

Die detaillierte Bedeutung des Standsicherheitsnachweises, ist die Gegenüberstellung von auftretenden Kräften und Spannungen mit den vorhandenen Widerständen, beispielsweise Zug-, Druck- und Schubfestigkeit. Die Standsicherheit eines Bauwerks kann erst dann gewährleistet sein, wenn alle statischen Berechnungen und die Ausführungspläne für den Rohbau von einem externen Prüfingenieur (Prüfstatik) geprüft wurden.
Eine unabhängige statische Berechnung ist elementar, um mögliche systematische Fehler zu finden und zu eliminieren. Wer sich mit Statik auseinandersetzt, muss zwangsläufig auch die Lehre der Festigkeit von Baumaterialien beachten. So sind Stein, Ziegel, Beton und Gusseisen z.B. hoch Druckfest, können aber nur geringe Zugbelastungen aushalten. Wohingegen Holz und Stahl sowohl druck- als auch zugfest sind. Stahlbeton, der durch Stahleinlagen in herkömmlichen Beton hergestellt wird, ist druck- und zugbelastbar und aufgrund dieser Eigenschaften einer der meist verwendeten Baustoffe der heutigen Zeit.
Die Eigenschaften der Baumaterialien entscheiden darüber, wie und wo diese beim Bau eines Gebäudes eingesetzt werden können.