SBS also das Sick-Building-Syndrom ist ein Phänomen, bei dem die Bewohner oder Nutzer eines Gebäudes gesundheitliche Beschwerden und Unwohlsein erleben, die scheinbar in direktem Zusammenhang mit dem Aufenthalt in dem Gebäude stehen. Diese Symptome verschwinden typischerweise oder verbessern sich erheblich, sobald die betroffene Person das Gebäude verlässt.
Das Sick-Building-Syndrom stellt also ein ernstes Gesundheitsproblem dar, welches durch eine Vielzahl von Umweltfaktoren in Gebäuden verursacht werden kann. Durch die Identifizierung und Beseitigung dieser Faktoren können die Symptome gelindert und die Gesundheit und das Wohlbefinden der Gebäudenutzer verbessert werden.
Die Symptome können vielfältig sein und umfassen häufig
Kopfschmerzen
Augen-, Nasen- und Rachenreizungen
Trockene Haut und Hautausschläge
Husten, Atembeschwerden
Konzentrationsstörungen
Müdigkeit und Erschöpfung
Übelkeit und Schwindel
Das Sick-Building-Syndrom kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, darunter:
Schlechte Luftqualität: Hohe Konzentrationen von Schadstoffen (Wohngiften) wie flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) aus Farben, Teppichen, Möbeln und Reinigungsmitteln.
Schimmelpilzsporen, Hefen und Bakterien aufgrund von Feuchtigkeitsproblemen.
Unzureichende Belüftung: Mangelnde Frischluftzufuhr und unzureichender Luftaustausch können die Ansammlung von Schadstoffen und CO2 fördern.
Physikalische Faktoren: Unangemessene Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle.
Elektromagnetische Felder (EMF) von elektronischen Geräten.
Biologische Kontaminanten: Bakterien, Viren und Schimmelsporen, die sich in Klimaanlagen, Luftbefeuchtern und schlecht gewarteten Gebäuden ansammeln können.
Psychosoziale Faktoren: Stress und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz können die Wahrnehmung und die Schwere der Symptome beeinflussen.
Diagnostik und Management
Identifizierung: Die Diagnose von SBS basiert oft auf der Anamnese der Symptome und ihrer Verbesserung beim Verlassen des Gebäudes. Eine detaillierte Untersuchung des Gebäudes auf mögliche Umweltfaktoren, einschließlich Luftqualitätsmessungen, ist wichtig.
Maßnahmen zur Verbesserung: Verbesserung der Belüftung und regelmäßige Wartung der HLK-Systeme (Heizung, Lüftung und Klimaanlage).
Verwendung von schadstoffarmen Materialien und Reinigungsmitteln.
Kontrolle von Feuchtigkeit und Schimmelbekämpfung.
Einführung von Pflanzen zur Verbesserung der Luftqualität.
Regelmäßige Überprüfung und Reinigung von Lüftungssystemen und Luftbefeuchtern.
Prävention
Durch präventive Maßnahmen können viele Problemquellen ausgeschlossen werden und die Lebensqualität im Wohnumfeld und am Arbeitsplatz entscheidend gesünder sein.
Planung und Design: Beim Bau und der Renovierung von Gebäuden sollten Materialien und Systeme verwendet werden, die die Innenraumluftqualität verbessern.
Regelmäßige Wartung: Regelmäßige Inspektion und Wartung der Gebäudesysteme, um die Ansammlung von Schadstoffen und die Bildung von Schimmel zu verhindern.
Bewusstsein und Schulung: Schulung der Gebäudenutzer und -verwalter über die Bedeutung von Luftqualität und mögliche Maßnahmen zur Verbesserung.