Mineralwolle besteht aus Fasern, die künstlich hergestellt werden und deren Rohmaterial mineralisch ist.

Sowohl Steinwolle als auch Glaswolle werden als mineralisch-synthetische Dämmstoffe bezeichnet und sie werden unter dem Sammelbegriff Mineralwolle zusammengefasst. Dämmung auf Mineralwollbasis hat hervorragende Wärmedämm- und gute Schalldämmeigenschaften. Insbesondere Steinwolle zeichnet sich durch gute Brandschutzeigenschaften aus. Darüber hinaus gilt die mineralische Dämmung als schimmelresistent.

Sommerlicher Wärmeschutz und Feuchteregulierung von Mineralwolle

So gut die Wärmedämmeigenschaften von Mineralwolle auch sind, so eingeschränkt ist der sommerliche Hitzeschutz, sommerliche Wärme gelangt schneller in die Innenräume des Gebäudes. Auch bei der Feuchteregulierung stoßen diese Dämmstoffe an ihre Grenzen und müssen zwingend mit Dampfbremsen oder –sperren versehen werden.

Aus baubiologischer Sicht

Ergänzend gibt es gesundheitlich und bei der Entsorgung Einschränkungen. Glaswolle, die vor 1996 verbaut wurde, ist als krebserregend eingestuft. Sanierungsmaßnahmen und Entsorgung müssen daher von zertifizierten Unternehmen ausgeführt werden. Erst seit 1998 ist in Deutschland ausschließlich Mineralwolldämmung zugelassen, die nicht als krebsverdächtig gilt. Darüber hinaus ist die Entsorgung von Glas- und Steinwolle aufwendiger und kostspieliger als bei natürlichen Dämmstoffen.