Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Menge Energie, die für Produktion, Transport, Energieverluste, Heizung, Warmwasseraufbereitung, Kühlung und Lüftung eines Gebäudes notwendig ist.

Unter Primärenergie wird die gesamte Energie von der Produktion bis in die z.B. Dusche oder den Heizkörper, die notwendig ist, damit der gesamte Endenergiebedarf des Hauses eines Jahres gedeckt werden kann zusammengefasst. Dementsprechend ist der Primärenergiebedarf der tatsächliche Energieverbrauch und bietet somit die ultimative Vergleichs- und Bewertungsmöglichkeit. Um Missverständnisse zu vermeiden: bei dem Endenergiebedarf geht es nicht nur um Stromverbrauch, zum Beispiel für die Nutzung von Fernseher, PC oder für Kochen und Backen.

Was das GEG definiert

Das GEG (Gebäudeenergiegesetz) schreibt ausschließlich einen Maximalwert für den Energieverbrauch zur Erzeugung von Heizungswärme, Warmwasser, Lüftung und Kühlung vor. Dabei differenziert das GEG zwischen verschiedenen Häusergrößen. Ein kleines Reiheneinfamilienhaus verbraucht natürlich deutlich weniger Energie als eine großzügige freistehende Stadtvilla.

In dem GEG werden daher sogenannte Referenzgebäude aufgeführt. Ein Bauherr wählt dann aus den GEG-Referenzobjekten das passende Referenzgebäude passend zu seinem zukünftigen Eigenheim aus. Wie hoch der Jahresprimärenergiebedarf der Immobilie sein darf, wird mit einer speziellen Formel anschließend berechnet.