Bis weit in die 1980er Jahre wurden Fenster noch mit einfacher anstatt mit Isolierverglasung hergestellt, obwohl seit der Ölkrise von 1973 die Welt mehr und mehr an dem Einsparen von fossilen Brennstoffen interessiert war. In Deutschland wurde am 1. November 1977 das Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) beschlossen. Es ist das erste Gesetz welches das Einsparen von Energie durch bauliche Maßnahmen regelte und ist in der aktuellen Fassung jetzt das GEG. Dies war für die Bauindustrie der Startschuss zur Einführung von technischen Neuerungen.

Ende der 1980er Jahre kamen Innovationen, unter anderem die Isolierverglasung langsam flächendeckend auf den Markt. Als sich die Zweifachverglasung durchgesetzt hatte, begann man höheres Einsparpotential zu erforschen und die Luft aus den Zwischenräumen der Scheiben durch weniger leitfähige Edelgase zu ersetzten. Erst später wurden dreifach Verglasungen eingesetzt. Heutige Fenster und Türen haben so hohe Dämmwerte, dass sie sich nach wenigen Jahren durch eingesparte Heizkosten amortisieren können. Zwei- und Dreifachverglaste Fenster sind der Standard gegenwärtiger Fensterelemente. Die Fenster- und Türarten unterscheiden sich in der Anzahl der hintereinander montierten Scheiben, aber auch im Aufbau der Fenster- und Türrahmen. Zusätzlich können Fenster mit ergänzenden Eigenschaften, wie Sicherheitsglas, Schallschutz oder Einbruchschutz, versehen werden.