Holz ist eines der ältesten verwendeten Baumaterialien und wird auch heute noch bei fast jedem Neubau verwendet. Die Entscheidung ein Holzhaus zu bauen kann unterschiedlichste Gründe haben, ökologische Aspekte aber auch Optik und der Preis spielen eine Rolle.
Ein Holzhaus hat Vorteile
Die Vorteile von Holz als Baustoff sind lange bekannt, nachwachsend, regional und auch natürlich Dämmend ist Holz besonders ökologisch. Holz passt sich fast jeder baulichen Anforderung an und kann die Bauzeit erheblich verkürzen, da ganze Elemente vorab in einem Werk gefertigt werden können.
Nachteile des Holzhauses
Allerdings gibt es auch Nachteile, Holzfassaden sind pflegebedürftig und Holz überträgt Schall aufgrund seiner Faserstruktur. Je nach Wahl der Versicherung sind deutlich höhere Versicherungssummen zu kalkulieren und der Wiederverkaufswert ist häufig niedriger als bei Massivhäusern. Bei der Auswahl des Holzes ist wichtig, dass es nicht vorab schon mit Chemikalien behandelt wurde, so z.B. zur Schädlingsbekämpfung oder mit Brandschutzmitteln.
Eines kann man aber mit Sicherheit sagen, Holzhäuser sind nicht weniger langlebig als Massivhäuser, es gibt in der Schweiz und Skandinavien Holzhäuser die auf das 12. Jahrhundert zurückdatieren.
Das älteste bekannte Fachwerkhaus in Deutschland findet sich in der Heugasse in Esslingen und wurde 1261 erbaut. Die Geschichte des Richtfestes geht im Übrigen auf die Zeit der Fachwerkhäuser zurück. Dessen klassische Bauweise sich über Jahrhunderte kaum verändert. Mit Beil und Säge wurden die runden Stämme in eckige Kanthölzer umgeformt und gekürzt. Wie bei Puzzeln und Bausätzen, wurden auf dem Zimmerplatz die Balken zunächst grob vorsortiert und als Muster zusammengelegt.
Anschließend wurden die Balken und Hölzer nummeriert und am vorgesehenen Bauplatz in der fachgemäßen Reihenfolge aufgerichtet (Richtfest oder Hebefest). Die Verbindungsstellen des Gebälks, im Fachjargon Verblattungen und Verzapfungen genannt. Dies erforderte hohe Genauigkeit und besonderes Geschick. Sie mussten exakt passen um Stabilität und Symmetrie des Hauses zu gewährleisten.
Wenn das Fachwerk fertig gerichtet war, wurden die Gefache, die Zwischenräume der Balken und Kanthölzer, welche dem Fachwerk letztlich seien Namen gaben, mit einem Astgeflecht versehen und mit Lehm vollflächig verfüllt (Ausgefacht).