Die DIN EN ISO 3382-3 legt fest, wie man die raumakustischen Eigenschaften unter kontrollierten Bedingungen präzise ermittelt.

Für die Messungen benötigt man ein spezielles akustisches Messsystem, das aus einem Schallpegelmesser, einem omnidirektionalen Schallgeber und einer Analyseeinheit besteht. Der Schallgeber erzeugt in der Regel rosa Rauschen oder impulsartige Signale, die sich gleichmäßig im Raum ausbreiten sollen. Die Position des Schallgebers wird sorgfältig ausgewählt, um relevante Schallausbreitungswege und Reflexionen zu erfassen.

Die erforderliche Dichte der Messpunkte wird durch die Raumgröße und -geometrie bestimmt. Die Norm DIN EN ISO 3382 Teil 3 verlangt, dass die Messpunkte entlang einer definierten Rasterstruktur oder in regelmäßigen Abständen im Raum verteilt werden. Mindestens 16 Messpunkte pro Raum werden empfohlen, um eine ausreichende Datenbasis für die Analyse zu gewährleisten.

Das Verfahren umfasst die Messung des Schalldruckpegels, des Sprachübertragungsindex (STI) und der Schallausbreitung. Besonders wichtig sind die Parameter der Ablenkungsentfernung (Distracting Distance) und der Sprachverständlichkeitsdistanz (Privacy Distance). Die Messungen erfolgen dabei unter Berücksichtigung der spezifischen Raumgegebenheiten, wie Möbelanordnung und Oberflächenbeschaffenheit.

Die Bewertung der Daten erfolgt anhand klar definierter Kriterien, die eine Berechnung von Mittelwerten und Streuungen der gemessenen Parameter vorsehen. Die Norm gibt detaillierte Anweisungen zur Datenverarbeitung, um die räumliche Akustik differenziert darzustellen.

Der Prüfbericht muss alle relevanten Informationen enthalten, darunter die Messgeräte, die Positionen der Messpunkte und die Umgebungsbedingungen. Darüber hinaus sollten die Messergebnisse klar aufbereitet und in Tabellen sowie Diagrammen dokumentiert sein, um eine nachvollziehbare Bewertung zu ermöglichen. Die exakte Einhaltung der Vorgaben garantiert aussagekräftige und normgerechte Ergebnisse.