Die DIN EN 54 Teil 12 legt Anforderungen und Prüfverfahren für linienförmige Rauchmelder fest, die nach dem Durchlichtprinzip arbeiten. Diese Melder kommen in Brandmeldeanlagen zum Einsatz und erkennen Rauchpartikel, indem sie die Lichtabsorption oder -streuung entlang eines Messpfades messen.
Ein linienförmiger Rauchmelder besteht aus einem Sender und einem Empfänger oder einem kombinierten Gerät mit einem Reflektor. Der Sender strahlt einen Lichtstrahl aus, der vom Empfänger oder Reflektor aufgenommen wird. Bei Rauchbildung wird der Lichtstrahl abgeschwächt, und der Melder registriert die Rauchkonzentration.
Die Norm definiert technische Parameter wie Reichweite, Empfindlichkeit und Umgebungsanforderungen. Linienförmige Melder können Entfernungen von bis zu 100 Metern überbrücken, abhängig vom jeweiligen Modell und Einsatzzweck. Die Empfindlichkeit lässt sich einstellen, um den Melder an die Umgebungsbedingungen anzupassen.
Die Geräte müssen robust gegenüber Einflüssen wie Staub, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und elektromagnetischen Störungen sein. Prüfverfahren testen die Zuverlässigkeit unter realistischen Bedingungen, einschließlich einer Simulation von Rauchentwicklung.
Besondere Vorteile dieser Melder sind die großflächige Überwachung und der reduzierte Installationsaufwand im Vergleich zu punktförmigen Meldern. Sie eignen sich besonders für hohe Decken oder große Räume wie Lagerhallen und Atrien.
Die DIN EN 54-12 gewährleistet die Kompatibilität und Funktionalität der Geräte innerhalb europäischer Brandmeldesysteme. Damit trägt sie zu einem hohen Sicherheitsstandard in Gebäuden bei.