DIN CEN/TS 1046 definiert technische Anforderungen für thermoplastische Rohrleitungs- und Schutzrohrsysteme im Leitungsbau außerhalb von Gebäuden. Diese Systeme werden für Schwerkraftentwässerung und Wasserversorgung unter Druck verwendet und sind speziell für die Verlegung im Rohrgraben ausgelegt. Die Norm beschreibt die Konstruktion, Ausführung und Prüfung der Rohrleitungskomponenten, einschließlich Rohre, Formstücke und Verbindungen.

Die thermoplastischen Materialien, wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyvinylchlorid (PVC), bieten hohe chemische und mechanische Widerstandsfähigkeit. Die Norm legt Grenzwerte für Materialeigenschaften wie Festigkeit, Dichte und Elastizität fest, um eine dauerhafte Nutzung sicherzustellen. Ebenso sind Mindestanforderungen an Wanddicken und Toleranzen definiert, um eine einheitliche Qualität zu gewährleisten.

Die Verbindungen der Rohrleitungssysteme müssen sicher und dauerhaft dicht sein. Die Norm spezifiziert Prüfverfahren für Schweißverbindungen, Steckmuffenverbindungen und Klebeverbindungen. Zusätzliche Anforderungen betreffen die Widerstandsfähigkeit gegen Innendruck, Belastungen durch das Erdreich sowie Temperaturschwankungen.

Im Hinblick auf die Verlegung beschreibt DIN CEN/TS 1046 die Anforderungen an die Bettung und Verfüllung der Rohrgräben, um eine gleichmäßige Lastverteilung zu erreichen. Die Norm enthält Empfehlungen zur Planung, wie zur Berücksichtigung von Erdbewegungen und Verkehrslasten. Abschließend definiert sie Prüfverfahren und Dokumentationsanforderungen für die Inbetriebnahme. Dadurch gewährleistet sie die Sicherheit und Langlebigkeit thermoplastischer Rohrleitungssysteme.