Die DIN 1185-2 legt Vorgaben für die Planung und Bemessung von Dränanlagen fest, die den Bodenwasser-Haushalt landwirtschaftlicher Flächen regulieren sollen. Sie richtet sich an Ingenieure, Landwirte und Planer, die eine optimale Entwässerung für landwirtschaftlich genutzte Böden sicherstellen möchten. Gehölzbestandene Flächen werden ausdrücklich ausgeschlossen, da sie andere hydrologische Anforderungen aufweisen.

Die Norm beschreibt detailliert, wie Dränanlagen so geplant werden, dass eine gleichmäßige Bodenentwässerung unter Berücksichtigung der jeweiligen Standortbedingungen erreicht wird. Eine sorgfältige Analyse der Bodentextur sowie der Bodendurchlässigkeit bildet die Grundlage jeder Planung. Zusätzlich sind Informationen über Niederschlagsmengen, Geländeneigung und die gewünschte Entwässerungsintensität unverzichtbar, um eine optimale Dimensionierung der Anlage zu gewährleisten.

Wichtige technische Aspekte betreffen die Auswahl und Verlegung der Dränrohre. Die Rohre müssen den Belastungen im Boden standhalten und über ausreichende Öffnungen verfügen, um Wasser zuverlässig aufzunehmen. Die Norm fordert, dass die Verlegetiefe der Dränrohre zwischen 0,8 und 1,5 Metern liegt, abhängig von der Bodenzusammensetzung und den klimatischen Verhältnissen. Zudem legt sie fest, dass die Verlegeabstände zwischen den Rohren so bemessen werden, dass eine gleichmäßige Wasserführung im gesamten System erfolgt.

Die DIN 1185-2 enthält zudem detaillierte Hinweise zur Berechnung der notwendigen Entwässerungskapazität. Dazu gehört die Ermittlung des maximalen Wasserabflusses auf Basis lokaler Niederschlagsdaten und der Infiltrationsraten des Bodens. Diese Daten helfen, den Durchmesser der Rohre sowie die Anzahl der Haupt- und Nebendränge zu bestimmen. Ebenso wird die Ausgestaltung der Sammel- und Abflussgräben beschrieben, die das Wasser aus dem Dränsystem aufnehmen und ableiten.

Für die Filtermaterialien, die die Dränrohre umgeben, nennt die Norm spezifische Anforderungen. Diese Materialien müssen Wasser durchlassen, aber gleichzeitig verhindern, dass Bodenpartikel in das System eindringen. Schließlich beschreibt die DIN 1185-2 Wartungsvorgaben, die regelmäßige Inspektionen und das Freihalten der Dränleitungen durch Spülung vorsehen, um die langfristige Funktionsfähigkeit sicherzustellen.