Die DIN 1100 definiert Anforderungen an Hartstoffe, die in Estrichen zur Verbesserung der Verschleißfestigkeit eingesetzt werden. Diese Hartstoffe kommen insbesondere in zementgebundenen Estrichen nach DIN EN 13813 und DIN 18560 Teil 1 sowie in Hartstoffestrichen nach DIN 18560 Teil 7 zur Anwendung.
Ebenso finden sie in Einstreuungen gemäß DIN 18560 Teil 3 und DIN 18560 Teil 4 Verwendung, um die mechanische Belastbarkeit zu optimieren. Hartstoffe müssen dabei spezifische Eigenschaften aufweisen, die den Beanspruchungen standhalten und eine lange Lebensdauer gewährleisten.
Die Kornzusammensetzung der Hartstoffe spielt eine wesentliche Rolle, da sie die Dichte und die Oberflächenhärte beeinflusst. Eine gleichmäßige Verteilung der Korngrößen sorgt für eine kompakte Struktur, die Verschleiß und Abnutzung effektiv reduziert. Die Druckfestigkeit der Hartstoffe liegt oft im Bereich von 80 bis 100 N/mm², was sie besonders robust macht. Zusätzlich sind chemische Eigenschaften wie eine hohe Alkalibeständigkeit erforderlich, um eine Interaktion mit dem Zementleim zu vermeiden.
Um eine gleichmäßige Verteilung der Hartstoffe im Estrich zu sichern, werden sie in der Regel sorgfältig dosiert und eingearbeitet. Die Einbringung erfolgt meist durch Einstreuung auf die frische Estrichoberfläche oder durch das Einarbeiten in die Estrichmasse. Bei der Verlegung ist darauf zu achten, dass der Estrich ausreichende Feuchtigkeit aufweist, um die Bindung der Hartstoffe sicherzustellen.
Darüber hinaus regelt die DIN 1100 Anforderungen an die Abriebfestigkeit, die für stark frequentierte Flächen wie in Industriebauten oder Parkhäusern entscheidend ist. Eine hohe Abriebfestigkeit minimiert den Materialverlust und gewährleistet eine lange Nutzungsdauer der Oberfläche. Die Norm dient somit als zentrale Richtlinie, um die Qualität und Beständigkeit von Estrichen mit Hartstoffzusatz sicherzustellen.