Die DIN 1022 bezieht sich auf Stabstahl, speziell auf warmgewalzten, gleichschenkligen, scharfkantigen Winkelstahl, und definiert dessen Maße, Masse und Toleranzen.
Technische Details der DIN 1022
Die DIN 1022 legt die Anforderungen an gleichschenkligen, scharfkantigen Winkelstahl fest, der im Bauwesen und in industriellen Anwendungen weit verbreitet ist. Der Fokus liegt auf der Festlegung von Profilgeometrien, Querschnittsabmessungen, Toleranzen sowie der Masse des Stahls, um die Qualität und Austauschbarkeit zu gewährleisten.
Maße und Formen
Die Profile sind gleichschenklig und verfügen über eine scharfkantige Geometrie. Die Kantenlänge der Schenkel (z. B. 20 mm bis 200 mm) und die Materialstärke (z. B. 3 mm bis 20 mm) sind standardisiert. Diese Maße bestimmen die Tragfähigkeit und Anwendungsmöglichkeiten der Profile.
Material und Masse
Die Norm beschreibt auch die Flächenmasse der Profile in Kilogramm pro Meter, die aus den Materialdicken und Schenkelmaßen abgeleitet wird. Dies ist wichtig für statische Berechnungen und Transportplanung. In der Regel wird warmgewalzter Baustahl, z. B. nach DIN EN 10025 (S235, S275, S355), verwendet.
Toleranzen
Die Norm spezifiziert Toleranzen für Schenkelbreite, -dicke und -winkel sowie für die Geradheit und Länge der Profile. Diese gewährleisten, dass die Profile präzise gefertigt werden und in Konstruktionen gut passen.
Eingesetzt wird LS-Stahl nach DIN 1022 in Tragwerken, Maschinenbau, Gerüsten oder als konstruktives Verbindungselement. Die Norm trägt wesentlich zur Qualitätssicherung und Standardisierung im Bauwesen und in der Stahlverarbeitung bei.