Ein Aktivhaus bzw. Aktivplushaus definiert sich über die Konzepte von Passivhäusern und Sonnenhäusern. Es soll darüber hinaus mehr Energie produzieren, als es selbst verbraucht.

Allerdings ist diese Bezeichnung eine von vielen nicht definierten bzw. geregelten Produktbezeichnungen eines Gebäudestandards und am ehesten als Marketingausdruck zu verstehen.

Das Aktivhaus und seine Hauptmerkmale

Energieproduktion: Aktivhäuser sind mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, die Strom erzeugen. Diese Anlagen sind oft so dimensioniert, dass sie mehr Strom produzieren, als im Haus benötigt wird. Der überschüssige Strom kann ins Netz eingespeist werden oder in Batteriespeichern für späteren Gebrauch gespeichert werden.

Niedriger Energieverbrauch: Wie bei Passivhäusern ist das Gebäude hochgradig gedämmt und nutzt eine effiziente Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Der Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom wird somit minimiert.

Intelligente Gebäudetechnik: Ein Aktivhaus ist mit modernen Steuerungssystemen ausgestattet, die den Energieverbrauch optimieren. Dazu gehören smarte Heizungs- und Lüftungssysteme, die den Energieverbrauch an den tatsächlichen Bedarf anpassen.

Nachhaltige Baumaterialien: Oft werden umweltfreundliche und nachhaltige Materialien verwendet, um den ökologischen Fußabdruck des Gebäudes zu minimieren.

Regenerative Energiequellen: Neben der Photovoltaikanlage können auch andere erneuerbare Energien wie Solarthermie, Windkraft oder Biomasse zum Einsatz kommen.

Energieüberschuss: Der entscheidende Punkt eines Aktivhauses ist, dass es mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Dieser Überschuss kann zur Deckung des Energiebedarfs anderer Gebäude oder zur Förderung der E-Mobilität genutzt werden.

Förderung der E-Mobilität: Aktivhäuser sind oft mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausgestattet, wodurch der selbst erzeugte Strom direkt für die Mobilität genutzt werden kann.