Aflatoxin entsteht durch chemische Verbindungen, die von bestimmten Schimmelpilzarten wie Aspergillus flavus und Aspergillus parasiticus produziert werden. Diese Pilze gedeihen vor allem in feuchten und warmen Umgebungen und kontaminieren Nahrungsmittel wie Getreide, Nüsse und Trockenfrüchte.

Besonders gefährdet sind Mais, Erdnüsse und Pistazien, die bei falscher Lagerung ideale Bedingungen für Schimmelwachstum bieten.

Die gesundheitlichen Risiken durch Aflatoxine sind erheblich, da sie als hochgradig krebserregend eingestuft werden. Sie können die Leber nachhaltig schädigen und das Risiko für Leberkrebs signifikant erhöhen. Chronische Exposition gegenüber niedrigen Aflatoxin-Konzentrationen kann zudem das Immunsystem schwächen und Entwicklungsstörungen bei Kindern verursachen. Die akute Aflatoxin-Vergiftung, auch Aflatoxinose genannt, kann in schweren Fällen zu Leberversagen und Tod führen.

Aflatoxin: Entstehung und Verbreitung

Aflatoxine entstehen, wenn sich die genannten Schimmelpilze auf Nahrungsmitteln oder Futtermitteln ausbreiten. Hohe Feuchtigkeit, mangelnde Belüftung und Temperaturen zwischen 25 und 40 Grad Celsius begünstigen die Toxinbildung. Neben schlechten Lagerbedingungen können auch Ernteverluste und unsachgemäße Verarbeitung die Kontamination fördern.

Das Problem is global, wobei tropische und subtropische Regionen besonders betroffen sind. In gemäßigten Klimazonen treten Aflatoxine seltener auf, können aber durch Import kontaminierter Waren in die Nahrungskette gelangen. Internationale Handelsstandards und Kontrollen spielen daher eine zentrale Rolle bei der Minimierung des Risikos.

Gesetzliche Grenzwerte und Überwachungsmaßnahmen

Um Verbraucher zu schützen, existieren strenge gesetzliche Grenzwerte für Aflatoxine in Lebens- und Futtermitteln. In der Europäischen Union beträgt der zulässige Höchstgehalt beispielsweise 2 Mikrogramm pro Kilogramm für bestimmte Lebensmittel. Diese Werte werden regelmäßig durch chemische Analysen überwacht. Moderne Methoden wie die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) ermöglichen eine präzise Messung selbst kleinster Mengen.

Zusätzlich setzen Lebensmittelproduzenten auf präventive Maßnahmen, um Aflatoxine zu vermeiden. Dazu gehören die Anwendung guter landwirtschaftlicher Praktiken, die Trocknung von Erntegut auf optimalen Feuchtigkeitsgehalt sowie eine sorgfältige Lagerung bei niedriger Luftfeuchtigkeit.

Strategien zur Reduzierung von Aflatoxinen

Die Bekämpfung von Aflatoxinen beginnt bereits auf dem Feld. Landwirte sollten resistente Pflanzensorten verwenden und Maßnahmen gegen Schädlingsbefall ergreifen, um Schimmelwachstum vorzubeugen. Während der Lagerung sind Temperaturkontrollen und eine gute Belüftung entscheidend. Moderne Verpackungstechnologien, die Sauerstoff fernhalten, können zusätzlich helfen, die Kontamination zu verhindern.

Verbraucher können ebenfalls zu ihrer Sicherheit beitragen. Nahrungsmittel sollten vor dem Verzehr sorgfältig geprüft werden. Produkte mit sichtbarem Schimmel oder ungewöhnlichem Geruch sind unbedingt zu entsorgen. Der Kauf von zertifizierten und geprüften Lebensmitteln minimiert das Risiko erheblich.

Aflatoxine wirksam bekämpfen

Aflatoxine stellen ein ernstzunehmendes Risiko für die Lebensmittelsicherheit dar, können jedoch durch präventive Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette kontrolliert werden. Gesetzliche Regelungen, technologische Fortschritte und ein bewusstes Konsumverhalten spielen dabei eine Schlüsselrolle. Die fortlaufende Forschung und Zusammenarbeit zwischen Industrie, Landwirtschaft und Überwachungsbehörden sind entscheidend, um Aflatoxine effektiv zu minimieren und die Gesundheit der Verbraucher zu schützen.

Hierzu hat das UBA  Broschüren bzw. Leitfäden veröffentlicht, der Link führt Sie direkt zum Downloadbereich:

https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/leitfaden-zur-vorbeugung-erfassung-sanierung-von

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/4031/dokumente/bmu_bericht_innenraumluft_2005.pdf